Ich bin Psychoanalytikerin in eigener Praxis und fotografiere seit einigen Jahren fast ausschließlich im Bereich der Abstrakten Fotografie.

Meisterkurse bei Josef Schulz (Schüler von Becher, Ruff, Gursky), Robert Mertens, Jürgen Wassmuth…

Auszeichnung beim Wettbewerb „Naturerfahrung – Die Elemente“ des Philosophischen Seminars Universität Tübingen.

Viele Einzel- und Gruppenausstellungen.

Mitglied der „Gesellschaft für Abstrakte Fotografie“.

Mitglied im Stuttgarter Künstlerbund und im Württembergischen Kunstverein Stuttgart.

 

Ich war schon immer fasziniert vom Mikrokosmos einer Landschaft, eines Momentes, einer Begegnung und der darin enthaltenen Abstraktion, Schönheit und Mehrdeutigkeit. In meinen Fotoarbeiten bilde ich die Realität nicht ab, sondern bilde sie neu, um ihr Geheimnis und ihre Fremdheit im Enthüllen zugleich wieder zu verrätseln. In meiner Arbeit als Psychoanalytikerin muß ich vertraute Verbindungen, eingefahrene Seh- und Erfahrungsgewohnheiten auflösen und zerreißen, um aus dem Dunkel des Unbewußten neue Bilder und Vorstellungen auftauchen lassen zu können. Als Fotografin arbeite ich auf die gleiche Weise mit der Kamera in der Nacht, indem ich das im Dunkeln liegende Nicht-Bewußte und Unsichtbare erkunde. Der Wirkkontrast des Lichtrestes mit nächtlicher Umgebung eröffnet ein Spiel von Licht und Dunkel und von Absicht und Zufall. Mittels Langzeitbelichtung werden im Moment des Auslösens vorgefundene Strukturen aufgebrochen und der Weg frei gemacht zum Schauen und Erschaffen neuer Relationen, die zuvor nicht sichtbar waren. Die entstandenen traumartigen und surrealen Bilder tragen die Spuren der Zerstörung in sich und triumphieren doch zugleich über sie in ihrer Farbigkeit und in ihrem Rhythmus. Traum und Fotografie sind für mich der Königsweg zu den unbewußten und auch bewußten inneren Welten und Landschaften, nur sind die Mittel unterschiedlich. Marcel Proust hat es treffend formuliert als er meinte, man muß aus dem Schatten das wiedergewinnen, was man einst empfunden aber verloren hat.